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75 Jahre HfMT: Ein Augenmerk auf Innovation 

75 Jahre HfMT: Ein Augenmerk auf Innovation 

2025 ist Jubiläumsjahr! Mit Veranstaltungen verteilt über das ganze Sommersemester feiert die Hochschule für Musik und Theater Hamburg ihr 75-jähriges Bestehen. Zudem wird reflektiert: über vergangene Jahre, das Hier und Jetzt und Zukunftsvisionen. Mit dabei das große Thema Innovation – ein Feld, in dem das ligeti zentrum spezielle Beachtung findet.

Cover der zwoelf, Nr. 36 (Hochschulmagazin der HfMT)
75 Jahre HfMT: Die neue Ausgabe der zwoelf lädt zur Zeitreise ein. Das große Themenfeld der Innovation führt dabei auch zum ligeti zentrum

Eine Verbundhochschule des ligeti zentrums wird 75! Das aktuell beginnende Sommersemester steht an der HfMT Hamburg ganz im Namen des Jubiläums der Kunsthochschule. Auch die neueste Ausgabe der zwoelf, das Hochschulmagazin der HfMT, nutzt den Anlass, um mit Mitstreiter:innen zu reflektieren und neuen Visionen Raum zu schenken. Mit Blick auf den Fokus der Innovation findet dabei auch das ligeti zentrum entscheidende Beachtung.

Diverse Innovationsprojekte der HfMT würden, so schreibt es Hochschulpräsident Jan Philipp Sprick, in unterschiedlicher Weise in die Zukunft weisen. So auch das ligeti zentrum. In Zusammenarbeit mit „für unseren Hochschultypus ungewöhnlichen Verbundpartnern“ (HAW Hamburg, TUHH und UKE), der damit verbundenen Interdisziplinarität und der Eröffnung von künstlerischer Forschung würde das ligeti zentrum „den inhaltlichen Radius einer traditionellen Musik- und Theaterhochschule“ durchaus sprengen. Doch das Bestreben nach Innovation sei seit jeher eng mit der Identität der HfMT verwoben: „Die Hochschule für Musik und Theater Hamburg verbindet mit sich auch im 75. Jahr ihrer Gründung das Narrativ, immer Innovationstreiberin gewesen zu sein“, erläutert der Präsident. Was die verschiedenen Innovationsprojekte der HfMT verbinde, sei „ihre radikale Orientierung an der Gegenwart“.

Archivfunde: György Ligetis Pläne für ein Computermusikinstitut in Hamburg

Neben dieser Einordnung des ligeti zentrums in den Hochschulkosmos der HfMT erlangen Leser:innen der zwoelf auch tiefere Einblicke in aktuelle Entwicklungen interdisziplinärer Transferprojekte im ligeti zentrum. So reiste der Musikwissenschaftler Dr. Fabian Czolbe (Agentur für gesellschaftliche Teilhabe und Vermittlung) Anfang Februar nach Basel, um in der Paul-Sacher-Stiftung – der größten Sammlung von Quellen zeitgenössischer Komponist:innen – bisher ungesehene Originaldokumente rund um György Ligetis Bemühungen um ein Institut für Computermusik in Hamburg zu sichten. Während das von Ligeti visionierte Zentrum zu seinen Lebzeiten nicht realisiert werden konnte, setzt das in seinem Namen eröffnete ligeti zentrum die Bestrebungen des Komponisten in vielerlei Hinsicht fort. Einblicke in den Fortschritt der Pläne Ligetis sowie in das um die künstlerischen Möglichkeiten der Computermusik kreisende Denken des Komponisten präsentieren Fabian Czolbe, Nadine Schwalb und Michel Blümel im Frühsommer auch der Öffentlichkeit. Die Wanderausstellung „Projekt HH – Ein Institut für Computermusik und forschendes Denken“ startet am 28. Mai 2025 im ligeti zentrum (weitere Informationen folgen).

Immersives Seherlebnis: Kleine Kameras revolutionieren Videoaufnahmen von Bühnenauftritten

Bemerkenswerte Neuigkeiten sind zudem auch online – in der Mediathek der HfMT – zu vermelden. Christian Frank und Peter Wolff (XR Lab) präsentieren dort erstmals die neue Funktion „Multiview“, ein Feature, das Konzertaufnahmen auf vollkommen neue Weise erlebbar macht. Statt ein Video aus einer starren Perspektive abzuspielen, erlauben Videos mit Multiview-Funktion Zuschauer:innen fortan die Chance, per Mausklick eigenständig die Perspektive zu wechseln. Neben Blickwinkeln aus der Totalen können dabei unter anderem auch Nahaufnahmen von einzelnen Musiker:innen ausgewählt werden. Möglich wird das individuelle Seherlebnis durch die Installation von 17 kleinen, leistungsstarken NDI-Kameras, die das Multiview-Team bei Live-Konzerten auf der Bühne platziert. Das Ergebnis ist beeindruckend: „Die Grenzen zwischen Zuschauen und Regieführen verschwimmen, man wird selbst zum aktiven Teil des Erlebnisses“, eröffnet Christian Frank.

Aktuelle Videos mit Multiview-Funktion umfassen erstmals auch eine Aufnahme des Symphonieorchesters der HfMT: Hier sehen Sie das „Symphoniekonzert – Mozart“ vom 8. Februar 2025.

MultiView - SYMPHONIEKONZERT - Mozart | HfMT Hamburg
Erstmals steht in der Mediathek der HfMT eine Multiview-Aufnahme des Hochschulorchesters bereit

Die aktuelle Ausgabe der zwoelf liegt auf den Campi der HfMT ab sofort als Printmagazin aus und steht online als E-Paper zur Verfügung.